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Siegerehrung in der AROC Austrian Championship für Rammstein (Martin Redl) mit dem stolzen Besitzer und Züchter Thomas Bayer am Kopf des Pferdes

Der Höhepunkt des Renntages und der letzte in der Saison 2022 fand am vergangenen Sonntag im Ebreichspark mit der siebenten Auflage der Austrian Championship statt. Im Großen und Ganzen war es die Revanche des Championats der Fünf- und Sechsjährigen, auch wenn die Austrian Championship für Fünfjährige und ältere Pferde vorgesehen ist, denn vier der nach der Streichung von Kronprinz Rudolf ins Rennen gehenden acht Teilnehmer waren nämlich genau vier Wochen zuvor im Championat der Fünf- und Sechsjährigen aufeinander getroffen. Als Favoriten galten die dortigen zwei Erstplatzierten Oscarello und Heck M Eck, jedoch wurden auch den damals nicht so gut entsprechenden Rammstein nach seinen zwei eindrucksvollen Siegen gute Chancen eingeräumt. Neben diesem Trio galt auch I Love You Darling zum erweiterten Favoritenkreis. Nach dem Start sah alles recht programmgemäß für Oscarello aus, hatte sich dieser recht leicht ums Kommando gegenüber Lido durchgesetzt, auch Hulk Venus und Rammstein begannen gut und versuchten sich dahinter einzuordnen was allerdings nur für Rammstein gelang hatte Hulk Venus um eine Nuance zu wenig Platz um an die Innenkante zu gelangen. Somit führte Oscarello das Feld auf die erste Gegenseite, verfolgt von Lido, Rammstein, I Love You Darling während Hulk Venus als erstes Pferd in zweiter Spur verweilen musste, innerhalb sah man noch Jagaro Mo vor Heck M Eck und dem bereits zweifachen Sieger der Austrian Championship Juwel Venus. Hulk Venus rückte in zweiter Spur langsam aber doch ein wenig auf und nahm die sich dahinter anhängenden Heck M Eck und Juwel Venus mit. Aus dem zweiten Ebreichsdorfer Stallbogen heraus, also eine dreiviertel Runde vor Schluss war es dann Rudi Haller mit Heck M Eck an fünfter Stelle liegend der nun einen Zwischenangriff in dritter Spur unternahm, womit das zwischenzeitlich doch eingebremste Tempo von Oscarello schlagartig erhöht wurde. Dazwischen ging Hulk Venus mit und bescherte somit dem letztjährigen Derbysieger Heck M Eck aufwendige letzte 700 Meter. Oscarello lag nach einenhalb absolvierten Runden weiterhin voran etwa eine Länge zurückversetzt versuchten Hulk Venus in zweiter Spur und Heck M Eck in dritter Spur näher an den Führenden heranzukommen, innen verteidigte Lido die Position hinter Oscarello dahinter wieder trabten Rammstein mit I Love You Darling und Juwel Venus auf einer Linie in drei Spuren während Jagaro Mo am Ende des Feldes nie etwas mit der Entscheidung zu tun haben sollte. Mit diesen Positionen durchschritt man den Schlussbogen, wo allerdings Juwel Venus der daneben liegenden I Love You Darling ein wenig in die Quere gekommen war, womit diese mit einem Fehler nun aus der Entscheidung war, dadurch hatte sich für den auf Rang fünf liegenden Rammstein nun eine Lücke ergeben um sich aus der Innenlage zu befreien. Mit Oscarello als Führenden ging es in den Einlauf wo nun Hulk Venus dem aufwendigen Rennverlauf ein wenig Tribut zollte und hier nicht mehr um den Sieg kämpfen konnte, innen versuchte Lido dran zu bleiben während in dritter Spur Heck M Eck näher heran kam und dahinter Rammstein noch eine Spur weiter nach aussen gekommen war. Etwa 150 Meter vor dem Ziel hatte Heck M Eck bereits Oscarello überlaufen, sah sich seinerseits dem Angriff des weiter aussen aufkommenden Rammstein ausgesetzt der noch extrem schnell wurde um auf der Linie einen Kopflängen Vorsprung herauszuholen. Auch wenn Rammstein schon weit mehr Geld mit Platzierungen in Zuchtrennen gewinnen konnte, war es der bisher wertvollste Sieg für den Sechsjährigen aus der Zucht und dem Besitz von Thomas Bayer stammenden Action Ferrari-Nachkommen. Die weiteren Ränge hinter dem Sieger gingen an Heck M Eck, Oscarello, dem tapfer kämpfenden Hulk Venus sowie Lido.

Generell stand dieser Renntag allerdings im Zeichen eines Amateurs, denn unser diesjähriger Vertreter bei der Europa- und Weltmeisterschaft „Hansi“ Preining holte alle drei Bewerbe der AROC Amateur-Challenge. In der zweiten Tagesprüfung begann er seinen Renntag mit Bezaubernde Jeannie, die er heuer schon zu Beginn des Jahres zum Sieg führen konnte. Der Ablauf war für die Favoritenspieler mit Beginn der Super 76-Wette, wo viele System über die Insassin des Team Neuhof gelaufen war, allerdings alles andere als optimal. Nachdem man in zweiter Spur ohne Führpferd hängen geblieben war - „der Trainer mag es nicht wenn man seine Pferde in der „Todesspur“ fährt und das Pferd mag es auch nicht“ war dann im Interview zu hören - legte sich „Hansi“ Preining an die erstbeste Möglichkeit an der Innenkante, was allerdings mit der vierten Position an der Innenkante alles andere als eine gute war. Blue Solitaire war am schnellsten auf den Beinen und führte vor dem zuletzt gut gefallenden und auch am Wettmarkt stark beachteten The River H, dahinter trabte mit idealem Start aus der zweiten Reihe Lady Lucie. Am Geschehen an sich tat sich bis Mitte der letzten Gegengerade nur wenig. Hier griff Justice aus hinteren Regionen kommend in dritter Spur an, und die an dritter Stelle liegende Lady Lucie wechselte vor dem bis dahin stets als erstes Pferd in zweiter Spur nun schwächelnden Best fake smile nun ihrerseits eine Spur nach aussen. Hier konnte nun „Hansi“ Preining innen voran kommen, vorne hatten sich allerdings Blue Solitaire und The River H versucht ein wenig zu enteilen. Diese beiden Pferde erreichten nun auch die Endgerade, wo Rene Karlovatz seinen The River H aus der Innenlage zum Angriff in die zweite Spur genommen hatte, nachdem im Schlussbogen Justice nun auch keine Reserven mehr hatte war ausreichend Platz für Bezaubernde Jeannie um hier nach aussen zu gelangen. Blue Solitaire versuchte im Einlauf sich gegen die Angriffe zu wehren, jedoch zogen The River H aber vor allem die immer schneller aufziehende Bezaubernde Jeannie noch leicht vorbei. Zumindest vom Rennverlauf ein wenig einfacher gestalteten sich für „Hansi“ Preining dann die weiteren zwei Aufgaben im fünften Rennen des Tages sowie am Ende der Veranstaltung im neunten Tagesbewerb. Mit Aufunddavon übernahm er gleich die Initiative, sah sich zwar von Dauerdruck von Cameron Venus ausgesetzt, die schlussendlich mit Rang drei auf Grund des aufwendigen Rennverlaufes ein starkes Rennen zeigte, aber den leichten Start-Ziel Sieg von Aufunddavon ebenso nicht verhindern konnte wie der ebenso in „Öhlinger-Besitz“ stehende Vasco Venus. Der letzte „Gala-Auftritt“ von Hansi Preining fand dann wie bereits erwähnt zum Abschluss des Tages mit Zanetti Venus statt. Diesen schickte er trotz eigentlich schlechter Startnummer forsch heraus um Sieg sogleich das Kommando zu sichern. Von dort weg kontrollierte er geschickt das Tempo um sicher gegenüber der stets dahinter und im Endkampf in die zweite Spur wechselnden Ladi Venus zu bleiben. Rang drei holte sich hier Unforgettable, die allerdings erst sehr spät vom Ende des Feldes kommend auf freie Fahrt gelangt war. Durch diese drei Siege braucht es um den Mann des Tages keine weiteren Worte, ganz klar „Hansi“ Preining.

Zum Start in den Renntag sah man eine von Haus aus offene DGS-Prüfung. Bereits im Vorab-Interview war man sich im Stall sehr sicher eines Erfolges von Dandy Venus, der unter der Woche starke Arbeitsleistungen verraten hatte. Diese bestätigte er dann im Rennen, wurde er ganz ruhig ins Rennen gebracht, rückte in etwa 1400 Meter vor dem Ziel vom letzten Platz kommend in zweiter Spur sukzessive nach vorne um sich ganz leicht gegenüber dem unterwegs hinter ihm trabenden Pinocchi O und dem im Schlussbogen aus dem Mitteltreffen an der Innenkante nach aussen wechselnden Titus, der einen guten Schlussakkord zeigte.

Im dritten Rennen des Tages legte Jamaica Island hauchdünn gegenüber dem aus Bayern anreisenden In Love Danover die Maidenschaft ab. Nachdem am Start nicht alles riskiert wurde übernahm die Favoritin bereits auf der ersten Gegenseite das Geschehen vor Dream Lobell Venus und In Love Danover. Letzterer versuchte eine Runde später in etwa 700 Meter vor dem Ziel aus Position drei sein Glück nun in zweiter Spur, rückte im Schlussbogen an Dream Lobell Venus vorbei an die zweite Stelle, wurde dort nochmals hinter Jamaica Island eingeparkt um im Einlauf einen Schlussangriff zu lancieren, der ihn noch hauchdünn bis an die Favoritin heranbrachte. Ungefährdet dahinter ging Platz drei an Dream Lobell Venus.

Einen weiteren Favoritensieg sah man dann in der vierten Leistungsprüfung des Tages. Jacky Hazelaar war zunächst hinter dem am schnellsten beginnenden Baltimore Beach der dahinter liegenden Brigitte Laksmy und Zelistrohilla auf Rang vier zu sehen, ehe Rudi Haller die dreijährige Rot-Schimmel Stute mit einem Zwischenspurt auf der ersten Gegenseite noch vor erreichen des Ebreichsdorfer Bogens an die Spitze des Feldes schickte. Von dort legte man ein ständig zügiges Tempo vor um letztendlich einen überlegenen Sieg zu feiern. Die auf der letzten Gegenseite vom vierten Platz aus in die zweite Spur genommene Zelistrohilla erkämpfte sich im Einlauf den Ehrenplatz vor der zwischenzeitlich innen zurückfallenden aber im Einlauf wieder aufkommenden Brigitte Laksmy.

Im sechsten Rennen des Tages, zum Auftakt in die Super-Finishwette, hatte man einen Zweikampf zwischen Jasmine Dragon und How Nice S.R. über die Sprintstrecke erwartet, jedoch sprang sich Jasmine Dragon bereits vor der Startmarke um alle Siegchancen. So wurde es ein - auch wenn der Richterspruch knapper ausfällt - ganz sicherer Start-Ziel Erfolg von How Nice S.R. die bereits den fünften Jahressieg feiern konnte. Dahinter gefiel der stets im Rücken der Siegerin laufende Magic Paradis, der im Einlauf noch gut an How Nice S.R. herankommen konnte. Bitter Lemon wurde wieder dahinter strikt an der Innenkante gefahren und fing den auf der letzten Gegenseite vor ihm in die zweite Spur wechselnden Bleu Roi noch ab, hatte dieser im Einlauf doch nicht mehr ausreichend Kraft um Rang drei zu verteidigen.

Das vorletzte Rennen des Tages ging knapp an Undigious Diamant vor River Flow und Mentor Venus. Undigious Diamant hatte in dieser Bänderstartprüfung das Feld stets angeführt, dahinter sah man Mentor Venus, während River Flow der eines der Zulagenpferde gewesen ist, in etwa 900 Meter vor dem Ziel in die zweite Spur wechselte und sich ab dann stetig in zweiter Spur verbesserte jedoch nicht mehr an knapp den favorisierten und siegenden Undigious Diamant heran kam.

Eingeleitet hatten den Renntag zwei Probeläufe sowie der 18. Lauf des Mini-Traber-Team-Austria, welches eine Beute von dem zum letzten Mal in Ebreichsdorf fahrenden Felix Gruber (befindet sich altersmäßig in seiner letzten Saison bei den MTTA-Rennen) mit Nemo II. Die Plätze dahinter errangen Leonie und Adrian Taferner mit Sandy bzw. Bounty.

Der letzte Renntag in Ebreichsdorf geht am Sonntag, 23.10.2022 über die Bühne.